Cost per wear Formel

Cost per wear? Eine Formel bei mir am Blog? Ohja und zwar meine allerliebste!!

Vor dem Kauf jedes Kleidungsstückes stelle ich mir folgende zwei Fragen: „Brauche ich es wirklich“ und die viel wichtigere „wie oft werde ich es tragen“.

Na gut, ich gebe zu die erste Frage ist etwas tricky. Denn das Wort „brauchen“ ist in diesem Kontext ganz schön relativ. Natürlich brauche ich nichts im Sinne von „wenn ich diesen Pulli nicht kaufe hab ich morgen nichts mehr anzuziehen und erfriere“, sondern viel mehr ist dieses brauchen ein „oooh wie schön, sowas wollte ich schon immer haben“. Und da ist man ziemlich schnell dazu verleitet die Frage mit „ja, ja, ja natürlich brauche ich das Teil“ zu beantworten. Also kommt Frage Nummer zwei ins Spiel. Und die lässt das „ja, ja, ja natürlich“ ganz schnell zu einem murrenden „na gut, ich hänge es wieder hin“ werden. Denn bei der Frage „wie oft werde ich es tragen“ fallen viele Klamotten ganz schnell durch. Trage ich die gerade furchtbar angesagte Tasche tatsächlich länger als eine Saison oder verstaubt sie danach im Kasten? Gefällt mir Farbe auch wirklich oder bin ich nur gerade so begeistert, weil ich sie überall auf Instagram sehe?

Im Zweifelsfall kaufe ich das Teil der Begierde zwar, probiere es zu Hause in Ruhe an, schaue was wirklich dazu passt und überlege mir dann, wie oft ich es tatsächlich tragen würde und ob es bleiben darf oder wieder zurück muss. Somit passieren auch keine „nothing haunts you more than the things you didn’t buy“ nicht-Käufe ;)) – das will schließlich auch niemand – aber eben auch keine Fehlkäufe bzw. Fehlinvestitionen.

die formel

Und somit kommen wir nun zur vielbesagten „Cost per wear“ Formel und zur Rechtfertigung für alle meine teuren Designertaschen und Schuhe haha. Was ist diese Formel nun: Der Preis des Kleidungsstücks geteilt durch die Anzahl der Tage, an denen man es trägt = cost per wear. Diese Formel drückt also aus, wie hoch die Kosten eines Kleidungsstückes pro Tragen sind. Kaufe ich mir eine Tasche um 1.000€, trage diese durchschnittlich drei Mal pro Woche für die nächsten Jahre … jap, sie ist so gut wie geschenkt ;))

Kaufe ich mir hingegen rote Heels, weil sie doch so perfekt für das ausstehende Dinner Date sind und trage sie dann vielleicht insgesamt fünf Mal, sind sie (im Prinzip egal wie hoch der Ursprungspreis war) doch teurer als die geliebte Tasche.

Ihr seht also, teurere und qualitativ hochwertige Kleidung zu investieren lohnt sich auf Dauer und die „bist du komplett verrückt, so viel Geld für eine Tasche auszugeben“ Gemüter könnt ihr auch besänftigen! Wenn ich diese Formel auf meinen Kleiderschrank anwende, waren so gut wie alle meine Kleidungsstücke sehr sehr günstig. Bestes Beispiel ist dieser Pulli. Er ist von H&M Trend, ich hab ihn im Oktober für 60€ gekauft und seit dem bestimmt schon an die 20 Mal getragen – macht somit schon jetzt einen cost per wear von 3€, wobei dieser über die nächsten Monate und Jahre noch sinken wird.

Wer sich dank meiner weisen Worte jetzt die begehrte Tasche bestellt, die schon seit Ewigkeiten im Warenkorb darauf wartet nach Hause geklickt zu werden – ich bin sehr gerne schuld ;))


Whenever I buy something new I ask myself the same two questions: „do I really need it“ and „how often will I wear it“. While the first one is a bit tricky – of course I don’t really „need“ new clothes as I won’t be freezing without them but „neeeeed“ them because I „looove“ them, the second one is way more important. Because whenever I think I will wear something only 1-2 times I don’t buy it at all. Why would I spend money on something I just have hanging in my closet and try to get rid off at least a year later? So this already leads me to the cost per wear formula. CPW = Total cost of the item / Number of days you’ll wear it. When a bag costs 1.000€ but will wear it several times a week for the few years….it is basically for free ;)) This is btw how I argue with myself whenever I buy a designer bag haha. And if you do so too now …I take it on my account :)

bag: proenza schouler ps11 mini / velvet booties: högl / sunnies: céline / jumper, tee: h&m /
pants, hat: zara / scarf: cos

pics by tinera

13 Comments Cost per wear Formel

  1. Eli 25. Januar 2017 at 20:13

    Ich finde deine herangehensweise ans Shoppen sehr gut! Meine beste Freundin wendet die Strategie auch immer beim gemeinsamen Shoppen an und ich finde sie hilft wirklich beim Entscheiden!
    Dein Outfit ist total schön und geeignet für den Alltag!
    LG Eli
    http://www.doctorsfashiondiary.com

    Reply
    1. bianca 26. Januar 2017 at 13:37

      ohja, es hilft total! schrankleichen gibt’s bei mir schon lange keine mehr :)

      Reply
  2. Karolina 26. Januar 2017 at 1:41

    Hehehe nice!diese Formel werde ich mal ganz dezent meinem Mann vorlegen, da er mich ja mittlerweile für verrückt erklärt wenn ich immer wieder mit einer neuen Tasche ankomme. Dabei bin ich eh ein Sparfuchs weil ich dafür immer nach Parndorf fahre 👌🏻
    Btw: toller Look! Der Kuschelige Pulli scheInt den Minusgraden perfekt zu trotzen.

    Liebe Grüße
    Karolina

    https://kardiaserena.at

    Reply
    1. bianca 26. Januar 2017 at 13:51

      wenn man sich dinge „klug“ kauft, finde ich gibt’s da gar nichts zu schimpfen, auch wenn sie etwas teurer sind :) hab mir in den letzten 10 jahren ca jedes jahr eine tasche gekauft, die ich noch alle habe, alle trage und somit keinen cent für billigen blödsinn ausgegeben :)
      und danke dir!

      Reply
  3. Mo Warns 26. Januar 2017 at 10:38

    Super Artikel, sehr gute Formel! So ähnlich denke ich auch meist beim Shoppen. Es bewährt sich immer wieder in gute, klassische oder auch hochpreisige Pieces zu investieren, da man mit ihnen einfach über einen langen Zeitraum glücklicher ist, als mit einem Teil, dass man nur zurzeit spannend findet, weil man es überall sieht. So ein Teilchen lohnt sich meist selten (zumindest für mich), da ich es mir zu schnell übersehe. Außerdem möchte ich ja individuell bleiben und nicht in einer Art Uniform durch die Straßen gehen.
    Dein Outfit ist auch so ein schöner Klassiker und gefällt mir echt gut.
    Liebe Grüße,
    Mo

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    1. bianca 26. Januar 2017 at 13:54

      da stimme ich dir voll und ganz zu! bei mir geht’s sogar soweit, dass ich mich von dingen satt gesehen habe, die ich noch nicht mal selbst habe, einfach nur weil ich sie täglich zig male auf instagram sehe. da bin ich immer heil froh, das „in-teil“ nicht gekauft zu haben und wie du sagst – lieber individuell zu sein!
      vielen dank, freut mich, dass dir mein outfit gefällt!

      Reply
  4. Nici 26. Januar 2017 at 12:10

    Ohh, ich liebe einfach all deine Outfits! Gefällt mir immer sehr, was du anhast! Und deine Cost per wear Formel hört sich auch super an, werde ich mir merken.
    Hab einen schönen Tag ♡

    Nici

    Reply
    1. bianca 26. Januar 2017 at 13:55

      vieelen lieben dank :) das freut mich sehr!

      Reply
  5. Kristin 30. Januar 2017 at 14:26

    Ein sehr schöner Post! Ich finde auch, dass man mehr auf Qualität statt Quantität setzen sollte, was aber nicht heißt, dass man sich nicht auch mal was gönnen kann;) Da ist diese costperwear-Formel echt ein guter Anhaltspunkt.
    Dein Outfit finde ich auch sehr sehr schön und mir gefallen besonders die Stiefel richtig gut.

    Liebe Grüße!
    Kristin
    http://www.lipstickandspoon.com/

    Reply
    1. bianca 1. Februar 2017 at 15:09

      gönnen kann und soll man sich ab und auf alle fälle etwas – vor allem wenn man weiß, dass es lange und oft getragen wird :)

      Reply
  6. MIRJAM 7. Februar 2017 at 8:28

    Denke genauso wie du! In Teile investieren, welche man oft trägt, lohnt sich absolut! Gerade bei Taschen und richtig schönen Strickpullis!
    Dein Look gefällt mir übrigens super, der Pulli sieht ja so schön kuschlig aus!
    Liebst, Mirjam | http://www.miiju.ch

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